CR2016 Knopfzellen: Was hinter der Bezeichnung steckt

Wer im Messgerät oder Schlüsselanhänger eine flache Zelle mit der Aufschrift CR2016 findet, hält eine Lithium-Knopfzelle mit 3 Volt Nennspannung in der Hand. Die Bezeichnung ist genormt: „CR“ steht für die Lithium-Mangandioxid-Chemie in runder Bauform, „20“ für 20 Millimeter Durchmesser und „16“ für 1,6 Millimeter Höhe. Genau diese geringe Bauhöhe unterscheidet CR2016 Knopfzellen von den bekannteren Typen CR2025 und CR2032, die bei gleichem Durchmesser 2,5 beziehungsweise 3,2 Millimeter hoch sind.

Im Haushalt begegnen sie einem vor allem in flachen Geräten: in schmalen digitalen Thermometern, in Taschenrechnern, in Fernbedienungen für Autoschlüssel, in kleinen Fitness- und Schrittzählern sowie in manchen Blutzuckermessgeräten und Zeitmessern. Wer einen Ersatz kauft, greift am besten zu einer Lithium-Batterie mit 3 Volt in genau dieser Größe und prüft den Aufdruck im Batteriefach vor dem Kauf.

Die Kapazität liegt bei diesem Typ bei etwa 80 bis 90 Milliamperestunden, je nach Hersteller und Entladebedingungen. Das ist deutlich weniger als bei der CR2032, die auf rund 220 Milliamperestunden kommt. Für ein Gerät, das nur wenig Strom zieht, etwa eine Uhr oder einen Speicherchip, reicht das über Monate bis Jahre. Bei Geräten mit Display, Beleuchtung oder Signalton ist die Zelle dagegen schneller leer.

CR2016, CR2025 und CR2032: Warum der Tausch heikel ist

Der häufigste Fehler ist der Griff zur „fast gleichen“ Zelle. Weil Durchmesser und Spannung übereinstimmen, wird gelegentlich eine CR2025 oder CR2032 in ein CR2016-Fach gedrückt. Das funktioniert nur, wenn das Fach genug Spielraum hat. Meist drückt die dickere Zelle den Deckel auf, verbiegt die Kontaktfeder oder lässt das Fach nicht mehr schließen. Dauerhaft verbogene Federkontakte sind ein typischer Folgeschaden: Das Gerät fällt dann sporadisch aus, obwohl die Batterie neu ist.

Umgekehrt gilt: Eine dünnere CR2016 in einem Fach für CR2032 sitzt zu locker. Der Kontakt ist unsicher, das Gerät schaltet bei jeder Erschütterung ab oder zeigt Fehlermeldungen. Manche Anwender helfen sich mit einem zusammengefalteten Stück Alufolie als Abstandshalter. Davon ist abzuraten, denn die Folie kann verrutschen, Kurzschlüsse verursachen und verfälscht bei Messgeräten im schlimmsten Fall die Werte. Wenn das Gerät eine bestimmte Zelle verlangt, gehört genau diese hinein.

Einsetzen, Polung und typische Anfängerfehler

Beim Einsetzen kommt es auf die Polung an: Bei Knopfzellen ist die glatte, beschriftete Seite der Pluspol, die Unterseite ist der Minuspol. Die meisten Geräte tragen im Fach ein Plus-Symbol, das zur beschrifteten Seite zeigen muss. Wer die Zelle falsch herum einlegt, bekommt meist keine Funktion, ohne dass etwas kaputtgeht. Bei empfindlichen Geräten kann eine verpolte Zelle aber Schutzschaltungen belasten, deshalb im Zweifel vor dem Einlegen das Symbol im Fach prüfen.

Ein zweiter klassischer Fehler: Die Zelle wird mit bloßen Fingern auf der Fläche angefasst. Fett und Hautschweiß bilden einen dünnen Film, der den Übergangswiderstand erhöht. Das Gerät zeigt dann trotz frischer Batterie „Batterie schwach“ an oder startet nicht stabil. Abhilfe schafft ein Abwischen der Kontaktflächen mit einem fusselfreien Tuch, im Zweifel leicht mit Brennspiritus angefeuchtet und vollständig getrocknet. Auch die Federkontakte im Fach sollten sauber und glänzend sein, bei Oxidation reicht vorsichtiges Abreiben.

Drittens: Alte und neue Zellen gemischt zu verwenden, ist bei Geräten mit zwei Batterien keine gute Idee. Die schwächere Zelle wird zusätzlich belastet, kann tiefentladen werden und im ungünstigen Fall auslaufen. Bei Zwei-Zellen-Geräten gehören beide Batterien gleichzeitig getauscht. Ein Datum der Einlegung, mit Folienstift im Fach vermerkt oder in der Gerätedokumentation notiert, hilft später bei der Einschätzung, wie lange die Zelle gehalten hat.

Lagerung, Haltbarkeit und sichere Entsorgung

Lithium-Knopfzellen entladen sich sehr langsam von selbst. Bei trockener, kühler Lagerung bleiben sie viele Jahre einsatzbereit, die Hersteller geben für Lagerung meist eine Zeitspanne von mehreren Jahren an, die genauen Angaben stehen auf der Verpackung. Wer Ersatz bevorratet, sollte Zellen deshalb in der Originalverpackung belassen. Eine Aufbewahrung lose in der Schublade ist ungünstig: Berühren sich mehrere Zellen oder liegen sie neben Münzen oder Schlüsseln, können Kurzschlüsse entstehen und die Zelle entlädt sich oder erwärmt sich.

Für die Aufbewahrung eignet sich eine Aufbewahrungsbox für Batterien, in der die Zellen getrennt voneinander liegen. Besonders wichtig ist das in Haushalten mit Kindern oder Haustieren. Verschluckte Knopfzellen sind ein medizinischer Notfall: Schon nach wenigen Stunden können sie in Speiseröhre oder Magen schwere Verätzungen verursachen. Bei Verdacht sofort den Notruf wählen, nicht abwarten und nicht zum Erbrechen anregen. Deshalb sollten Batteriefächer, die Kinder öffnen könnten, gesichert sein und gebrauchte Zellen nie offen liegen bleiben.

Leere Knopfzellen gehören nicht in den Hausmüll. Sie werden im Handel mit Batterieverkauf oder an kommunalen Sammelstellen kostenlos zurückgenommen. Bevor die Zelle in die Sammelbox kommt, kann man die Pole mit einem Streifen Klebeband abkleben. Das verhindert Kurzschlüsse bei der Sammlung und ist bei Lithium-Zellen eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.

Wann der Tausch fällig ist und was bei Ausfällen zu prüfen ist

Messgeräte mit Batteriesymbol warnen meist, bevor die Zelle ganz leer ist. Reagiert das Gerät trotzdem unzuverlässig, lohnt der Blick auf die Spannung. Mit einem Batterietester für Knopfzellen oder einem Multimeter lässt sich die Leerlaufspannung prüfen. Eine frische CR2016 liegt bei rund 3 Volt oder leicht darüber. Fällt der Wert deutlich unter etwa 2,7 Volt, ist die Zelle für die meisten Geräte nicht mehr zuverlässig brauchbar. Wichtig: Die Leerlaufspannung allein sagt bei Lithium-Zellen nur begrenzt etwas über die Restkapazität aus, weil die Spannung lange stabil bleibt und dann relativ rasch abfällt. Ein Test unter Last ist aussagekräftiger.

Bei Blutzuckermessgeräten und anderen Geräten, die Werte dokumentieren, ist die Batterie besonders kritisch, weil ein sinkender Ladezustand zu Fehlmessungen oder Fehlermeldungen führen kann. Wer solche Geräte nutzt, tauscht lieber etwas früher als zu spät und hält immer eine Ersatzzelle bereit. Beim Wechsel können Einstellungen wie Uhrzeit, Datum oder gespeicherte Messwerte verloren gehen, deshalb vorher bei Bedarf die Werte notieren. Eine kleine Kunststoffpinzette erleichtert das Herausnehmen der Zelle, ohne Kontakte zu verkratzen. Metallwerkzeuge sollten dabei vermieden werden, damit kein Kurzschluss entsteht.

Bei Geräten, die trotz neuer Batterie nicht starten, liegt die Ursache fast immer im Batteriefach: verbogene oder korrodierte Federn, ein falsch herum eingelegter Pol oder Feuchtigkeitsspuren. Auch ein Zusatz-Adapter oder ein Feinmechaniker-Schraubendreher-Set kann nötig sein, wenn das Fach mit kleinen Schrauben gesichert ist. Wenn das Gerät auch nach Reinigung und neuer Zelle nicht funktioniert, liegt der Fehler nicht an der Batterie, und es lohnt sich, Hersteller oder Händler zu kontaktieren.